Digitaler Gottesdienst zum 14. Sonntag im Jahreskreis

 

 

Kommt atmet aus, ihr sollt leben

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Peter Strauch (1993) 

Kommt atmet auf, ihr sollt leben.
Ihr müsst nicht mehr verzweifeln, nicht länger mutlos sein.
Gott hat uns seinen Sohn gegeben. Mit ihm kehrt neues Leben bei uns ein.

1. Ihr, die ihr seit langem nach dem Leben jagt,
und bisher vergeblich Antworten erfragt.
Hört die gute Nachricht, dass euch Christus liebt,
dass er eurem Leben Sinn und Hoffnung gibt.

2. Ihr seid eingeladen. Gott liebt alle gleich.
Er trennt nicht nach Farben, nicht nach Arm und Reich.
Er fragt nicht nach Rasse, Herkunft und Geschlecht.
Jeder Mensch darf kommen. Gott spricht ihn gerecht.

3. Noch ist nichts verloren, noch ist Rettung nah.
Noch ist Gottes Liebe für uns Menschen da.
Noch wird Leben finden, wer an Jesus glaubt.
Noch wird angenommen, wer ihm fest vertraut.

Einleitung

► Zum Anhören: 

„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt.
Ich werde euch Ruhe verschaffen."
Diese Worte Jesu sind eine Einladung, die gut tut.
In den vergangenen Monaten haben wir uns alle wohl herumgeplagt mit den zahllosen Vorschriften und Anweisungen, die Corona mit sich gebracht hat.
Aber auch viele Sorgen des Alltags sind einfach immer wieder da. Da ist es wichtig zu wissen, dass in der Familie, im Freundeskreis Menschen sind, denen wir anvertrauen können.
Der zuverlässige Bruder und Freund, dem wir uns immer anvertrauen können, ist der, der sagt: „Kommt alle zu mir ...."

Eröffnung

► Zum Anhören: 

Schön, dass du da bist. Wir beginnen 

im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Tagesgebet

► Zum Anhören: 

Barmherziger Gott,
du willst uns mit deiner Botschaft keine Lasten auferlegen,
du willst, dass wir ein gutes und erfülltes Leben führen können.
Deshalb hast du uns Jesus, deinen Sohn, gesandt,
unseren Befreier und Erlöser von allem, was unser Leben schwer macht.
Öffne unsere Ohren und Herzen,
dass wir dein Wort hören und von deiner Liebe lernen,
die für uns in Jesus greifbar und erfahrbar geworden ist.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. – Amen.

Lesung aus dem Evangelium nach Matthäus

Mt 11,25-30

► Zum Anhören: 

In jener Zeit sprach Jesus:
Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,
weil du all das den Weisen und Klugen verborgen,
den Unmündigen aber offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden;
niemand kennt den Sohn, nur der Vater,
und niemand kennt den Vater, nur der Sohn
und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir;
denn ich bin gütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch drückt nicht,
und meine Last ist leicht.

Aus einer Besinnung von Kapuzinerpater Pius Kirchgessner:

► Zum Anhören: 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand unter uns ist, der sagen könnte, bei ihm laufe immer alles glatt, es gäbe da gar keine Sorgen, gar keine Schwierigkeiten.
Nach außen zeigen wir es meistens nicht. Wir überspielen und verstecken unsere Not und unser Leid.
Doch hat nicht jede Familie ein Kreuz? Ist nicht unter jedem Dach ein Ach? Hat nicht jeder sein Päckchen zu tragen?
Ich denke an die Last einer Krankheit, an die Last des Alters.
Einsamkeit kann zur Last werden, Depression, ständiger Unfriede in der Familie, Mobbing am Arbeitsplatz, das Gefühl der Überforderung, Leistungszwang, Stress, aber auch Arbeitslosigkeit und Angst vor der Zukunft. Eine Partnerschaft, in der man sich auseinandergelebt hat, kann zur Last werden, der Verlust eines lieben Menschen und, und, und.
Was für Lasten drücken Sie?
Verstehen wir Jesus, wenn er sagt: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt"?
Er lädt uns ein, seine Nähe zu suchen und unseren Lebensrucksack bei ihm abzustellen. Er lädt uns ein, bei ihm auszuruhen, aufzuatmen, neue Kraft zu schöpfen.
Wenn uns Lasten niederdrücken, wenn uns die Kraft ausgeht, wenn wir physisch oder psychisch am Ende sind, dann ist er da für uns wie eine Mutter für ihre Kinder.
Alles dürfen wir dann ihm geben: alle Sorgen, die uns quälen, alle Not, die wir erleiden, alle Last, die uns bedrückt.
Alles dürfen wir zu ihm tragen und in seine Hände legen.
Gottes Hände sind gute Hände und heilende Hände.
Ja, uns selbst dürfen wir ihm anvertrauen, so wie wir sind: gestresst, fertig mit den Nerven, am Ende mit unserer Kraft.
Jesus sagt: Komm! Ruh dich bei mir aus. Ich nehme dich an, so wie du bist, arm und schwach, müde und beladen. Vertraue mir! Ich trage mit dir. Ich bin bei dir. Ich habe ein Herz für dich. In meiner Liebe berge ich dich.
„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt, ich werde euch Ruhe verschaffen."
Wir lassen uns von so vielen Dingen verlocken, warum eigentlich nicht auch von diesem Lockruf zur Ruhe?
Probieren Sie es einmal, dieses Wort in ihr Leben hineinzunehmen und es umzusetzen im Alltag!
Die Last ändert sich vielleicht nicht. Sie wird nicht einfach abgenommen. Aber in der Nähe Jesu wird sie leichter.
Not und Sorge sind zwar nicht schlagartig weg. Aber in der Zuflucht bei Jesus, in seiner Gegenwart, unter dem Blick seiner Liebe verlieren sie ihre Wucht.
Es ist wie bei einem Kind, das von der Mutter „hineingetröstet" wird in Ruhe und Geborgenheit, in Stille und inneren Frieden

Fürbitten

► Zum Anhören: 

Jesus sagt: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt.
Ich werde euch Ruhe verschaffen."

So bringen wir alles, was uns belastet, drückt und unruhig macht, und bitten:

  • Für alle Menschen, die die Last einer Krankheit tragen,
    und für alle, die unter der Last der Einsamkeit oder des Alters leiden.

Christus, höre uns

  • Für alle Menschen, die unter der Last der Anforderungen ihrer Arbeit, unter Zeitnot und Überforderung leiden.

  • Für alle Menschen, die unter der Last von Gewalt, eines Krieges oder einer Naturkatastrophe zu leiden haben.

  • Für alle Menschen, die die Last der Verantwortung in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft tragen.

  • Für alle Menschen, die unter der Last der Trauer über den Tod eines lieben Menschen leiden, und für alle Verstorbenen, die im Leben schwere Lasten getragen haben.

Alle uns persönlichen Bitten und Anliegen dürfen mit hineinnehmen in das Gebet, das Jesus uns gelehrt hat:

VaterUnser

Vater unser im Himmel
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Segen

► Zum Anhören: 

Auf Eurem Weg in die Ferien und in den Urlaub
   begleite Euch Gottes Segen.
Die heutige Verheißung seines Sohnes erfülle sich an Dir,
   so dass Du Ruhe findest und zu Dir selbst gelangst.
Sein Geist schenke Dir Kraft und Erholung,
   damit Dein Leib, Dein Geist und Deine Seele wieder zueinander finden
   und vereint in der Schöpfung den Schöpfer preisen.
Das gewähre Dir, uns und allen, die uns verbunden sind
   der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist. - Amen.

Zur Besinnung

Sie kennen sicher die in diesem Zusammenhang oft erzählte Geschichte:
„Ein Mann hatte eines Nachts einen Traum. Er träumte, dass er mit Gott am Strand entlang spazieren ging. Am Himmel zogen Szenen aus seinem Leben vorbei, und für jede Szene waren Spuren im Sand zu sehen. Als er auf die Fußspuren im Sand zurückblickte, sah er, dass manchmal nur eine da war. Deshalb fragte er den Herrn: ‚Herr, ich habe bemerkt, dass zu den traurigsten Zeiten meines Lebens nur eine Fußspur zu sehen ist. Du hast aber versprochen, stets bei mir zu sein. Ich verstehe nicht, warum du mich da, wo ich dich am nötigsten brauchte, allein gelassen hast.' Da antwortete ihm der Herr. ‚Mein liebes, teures Kind. Ich liebe dich und würde dich niemals verlassen. In den Tagen, wo du am meisten gelitten hast und mich am nötigsten brauchtest, da, wo du nur eine Fußspur siehst, das waren die Tage, an denen ich dich getragen habe'."

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Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.
Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden. Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.

1. Sorgen quälen und werden mir zu groß. Mutlos frag ich: Was wird Morgen sein? Doch du liebst mich, du lässt mich nicht los. Vater, du wirst bei mir sein.

2. Hast und Eile, Zeitnot und Betrieb nehmen mich gefangen, jagen mich.
Herr ich rufe: Komm und mach mich frei! Führe du mich Schritt für Schritt.

3. Es gibt Tage, die bleiben ohne Sinn. Hilflos seh ich wie die Zeit verrinnt.
Stunden, Tage, Jahre gehen hin, Und ich frag, wo sie geblieben sind.

 

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